Auf in die Vergangenheit

Das flächengrößte Land die Welt lebt so vor sich hin. Die Menschen denken nicht an das Morgen, sie leben in den Tag hinein. Viele von Ihnen haben nichts zu verlieren. Sie leben praktisch von der Hand in den Mund.

An Morgen ist nicht zu denken

Wenn man sich das Leben der russischen Gesellschaft so anschaut, kann man zu dem Schluss kommen, dass man immer wieder ein und denselben Tag erlebt. Man scheint keine Vorstellung von seiner eigenen Zukunft zu haben.

In einer Umfrage des Levada-Zentrums bestätigten viele der Befragten, dass man sich mehr um die Zukunft des Landes kümmert, als um die eigene persönliche Perspektive. Die Umfrage-Ergebnisse unterscheiden sich kaum von jenen aus dem Jahre 2018.

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Die jüngste Änderung der Verfassung brachte die Gewissheit, dass der heutige russische Präsident bis 2036 im Amt bleiben wird. Mit viel Glück erwartet die Bevölkerung nur eine lange und schier endlose Periode des Stillstandes im Land.

Ganz Russland ist mit ihnen

In den Tag hinein leben nicht nur die Menschen, sondern das ganze Land. Die Corona-Virus-Pandemie hat das ganz deutlich gezeigt. Das Krisenmanagement der Regierung war völlig unzureichend. Man hatte zunächst versucht, das Problem kleinzureden und zu vertuschen. So wie man es die Jahrhunderte vorher schon immer gemacht hatte.

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Der großflächige Lockdown ist natürlich nicht ohne Folgen geblieben. Die allgemeine wirtschaftliche Lage und die vielen finanziellen Abenteuer rächten sich jetzt. Der Staat war gezwungen einige Projekte zugunsten sozialer Projekte auszuschieben.

Am Hungertuch

Russland ist das flächenmäßig größte Land auf unserem Planeten. Die Bewohner leben in den Tag hinein, ohne sich um ihre Zukunft zu kümmern. Man mag kaum glauben, dass die überwiegende Mehrheit mehr schlecht als recht über die Runden kommt. Man lebt praktisch von der Hand in den Mund, bei Wasser und Brot.

Wirklich gut geht es im Land nur den Beamten und den Geschäftsleuten. Also all jenen, die direkt oder indirekt von der Korruption im Land profitieren. Und das wird sich bis 2036 auch nicht ändern. Womöglich kommt es zu Protesten unter der Bevölkerung.

Was haben die mittellosen Schichten zu verlieren. Ihnen bleibt nur der Weg auf die Straße. Vielleicht erleben wir eine neue Welle der Demonstrationen.

Die Abstimmung über die Verfassung haben der Regierung sehr deutlich gezeigt, dass sie keinen allzu großen Rückhalt in der Bevölkerung hat. Es gibt sogar Berichte, dass Militärangehörige gegen die Annahme der Verfassungsänderungen gestimmt haben sollen.