Coronavirus als neue Waffe Russlands im Informationskrieg gegen Europa

Viele bewegende Berichte erreichen uns in letzter Zeit aus Europa. Die Beiträge beschäftigen sich mit der Ausbreitung und Eindämmung des Corona-Virus. Einige Beiträge sind aber im informellen Kontext zu verstehen. Der militärpolitische Beobachter Alexander Kovalenko geht in seinem Artikel auf sprotyv.info näher auf die Thematik ein. Eine aktuelle Bestätigung seiner Thesen finden Sie am Ende des Artikels.

So hat zum Beispiel die Staatsanwaltschaft Bulgariens in Sofia ein Strafverfahren gegen den Vorsitzenden der Partei „Renaissance“ Kostadin Kostadinov wegen panischer Verbreitung von Informationen zu dem Corona-Virus eingeleitet.
Es ist dabei bemerkenswert, dass die Partei „Renaissance“ den Austritt Bulgariens aus der NATO und EU befürwortet. Man strebt eine Neuausrichtung der Außenpolitik des Landes Richtung Russland an. Natürlich sind die Ansichten der Mitglieder dieser Partei ausschließlich pro-russisch.

Zur gleichen Zeit wurde in Montenegro ein russischer Staatsbürger festgenommen, der falsche Informationen über den Corona-Virus verbreitet hat. Das Land ist bekannt für das große Interesse russischer Agenten. Die lokalen Sicherheitsdienste träumen hier von Frieden. Die Person verbreitete in den sozialen Netzwerken Panik-Botschaften über das Ausmaß der Corona-Pandemie in Montenegro. Man behauptete, dass sich schon tausende Personen angesteckt hätten.

Die Europäische Union sagt selber, dass Russland einem Coronavirus-Informationskrieg gegen seine Mitglieder und die Gemeinschaft gestartet hat. Das ist nicht möglich! Ist es in dieser Situation nicht verwunderlich, dass sich Russland beeilte Italien zu helfen, als es „sich selbst zu überlassen“?

Die Leiterin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, erklärte dazu: „Ich glaube, dass der Kampf gegen falsche Nachrichten in den Strukturen der Europäischen Kommission im Bereich der Cybersicherheit intensiviert werden sollte.“
Peter Stano, Sprecher der Europäischen Kommission, sagte wörtlich: „Wir haben festgestellt, dass solche Maßnahmen außerhalb der EU zunehmen, unter anderem aus Russland oder von Zentren, die mit Unterstützung Russlands arbeiten oder anderweitig mit dem Kreml in Verbindung stehen Quellen.“

Die Europäische Kommission kommt zu dem Schluss, dass die russischen Medien eine umfassende Desinformationskampagne gegen die westlichen Staaten ausgeführt haben. Ziel war es dabei Panik und Misstrauen gegenüber den Regierungen der einzelnen Staaten und der Union selber zu verbreiten. Man versuchte aufzuzeigen, dass die Union die Sicherheit der Bürger nicht gewährleisten kann.

Es ist erfreulich, dass man die Sabotageaktivitäten russischer Medien registriert hat – wenn auch mit einer Verzögerung. Aber die Europäische Union hat auf die Bedrohung reagiert und hat es nicht auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. Das deutet zumindest darauf hin, dass man sich in Brüssel der realen Gefahr bewusst ist, die Russland für Europa und die europäischen Werte darstellt.

Es beleibt nur, die Erkenntnisse dem normalen durchschnittlichen Europäer nahe zu bringen, der immer noch in einer Illusion zwischen Kristallpalästen mit einer rosa-roten Brille lebt.

Militärpolitischer Beobachter Alexander Kovalenko (Original auf für sprotyv.info)

Wie es der Zufall so will fand sich zu dem Artikel „Wie Russland Italien aus der EU drängen will„ ein Kommentar, der die Ausführungen von Alexander Kovalenko eindruckvoll untermauert. Lassen Sie die Zeilen einfach auf sich wirken.