Der Krieg um den Weltraum ist in vollem Gange

Ohne den Weltraum können heute keine modernen Kriege auf der Erde mehr geführt werden. Alle Nationen versuchen, sich zu positionieren und ihre Einflussbereiche jemseits des heimatlichen Orbits abzustecken. Ähnlich der Erschließung und Besiedelung der Weiten Amerikas im 19 Jahrhundert. Der Journalist Alexander Demtschenko beleuchtet in seinem Artikel bei lb.ua die verschiedenen Aspekte der Erschließung des Weltraums.

Vor Kurzem unterzeichnete Donald Trump ein Dekret, dass es amerikanischen Unternehmen erlaubt auf dem Mond und anderen Himmelskörpern nach Bodenschätzen zu suchen und diese zu gewinnen. In dem Dokument heißt es weiter, dass der Weltraum nicht mehr das Eigentum der Menschheit ist, sondern das für ihn das Recht auf Privateigentum gilt. Auf diese Weise haben die Vereinigten Staaten einseitig den „Weltraumvertrag“ von 1967 aufgekündigt. In diesem Vertrag sind die Grundsätze der friedlichen Erforschung des Raumes außerhalb der Erde geregelt. Jetzt geht es nicht mehr um Forschung, sondern um die Erforschung und Nutzung des Weltraumes im Interesse einzelner Staaten.

Dieser Schritt des Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika hat viele Gründe:

  1. die Erschöpfung der natürlichen Ressourcen auf der Erde,
  2. die zunehmende wirtschaftliche und militärische Abhängigkeit von Raumfahrzeugen (z. Bsp. Satelliten),
  3. der Wettbewerb um die Ressourcen im Weltraum zwischen den USA, China, und Russland,
  4. die vielversprechende Militarisierung des erdnahen Weltraumes (im weiteren Sinne) durch diese Länder und ihre Satelliten.

Ein leuchtendes Beispiel für den letzten Punkt ist der Test einer russischen Anti-Satelliten-Rakete. Die Message ist direkt an den Chef des Weißen Hauses und das amerikanische Militär gerichtet.

Eine neue Goldgräberstimmung

Bereits im Jahr 2008 warnte der WWF (World Wide Fund of Nature): Mit einem weiteren unkontrollierten Anstieg der menschlichen Bevölkerung und der Ausbeutung der natürlichen Ressourcen wird der Mensch bis 2035 einen weiteren Planeten Erde benötigen.

Kürzlich sagte der Leiter von Amazon und Chef der Raumfahrtgesellschaft „Blue Origin“, Jeff Bezos: „Sie brauchen eine Zivilisation, die immer mehr Energie und Ressourcen aufwendet um unglaubliche Dinge zu erschaffen. Dafür muss man das Sonnensystem verlassen.“ Und das wird in vielen Ländern der Welt so verstanden, von den USA bis China.

Womöglich braucht die Menschheit wirklich einen neuen Planeten zum Leben. Sie wird aber immer versuchen ihre Ressourcen mit Hilfe der unbegrenzten Möglichkeiten des Weltraumes wieder aufzufüllen. Bisher nutzt man nur den erdnahen Weltraum. Bis heute befinden sich auf dem Mond und seinen nahen Asteroiden viele seltene mineralischen Verbindungen.

So wurde 2010 auf der Mondoberfläche Eis entdeckt. Man konnte es in Wasserstoff und Sauerstoff aufspalten. Wie es auch zum Mischen von Raketentreibstoff verwendet wird.

Darüber hinaus ist es möglich mit dem Mond-Rohstoff, die Reserven bestehender und neuer Raumstationen ruhig wieder aufzufüllen. Alles ohne Kosten und Zeit, für den Transport von Wasser von der Erde zu verschwenden. Ein Liter Flüssigkeit kostet so zehntausend Dollar. All das wird in der Zukunft zur Umsiedlung von Kolonisten auf einen Erdsatelliten und zu Schaffung von Vegetation auf dem Mond führen.

Der Erdtrabant ist reich an Eisen, Aluminium, Titan und Lithium. Die letzten beiden – seltene Erden – können auch zur Herstellung von Elektronik verwendet werden. Der Standort bietet mit seinem tiefen Vakuum und billigen Sonnenenergie im Vergleich zur Erde besser Voraussetzungen zur Metallverarbeitung und zum Bau elektronischer Geräte.

Auf dem Mond gibt es jedoch eine Schlüssel-Ressource, der Regolith, aus welchem das für unseren Planeten seltene Isotop Helium-3 gewonnen werden kann. Es kann als Brennstoff für moderne Fusionsreaktoren eingesetzt werden. Forscher hatten zuvor mitgeteilt, dass man ungefähr 30 Tonnen des Materials benötigt, um die Erdbevölkerung für ein ganzes Jahr mit Energie zu versorgen. Nach jüngsten Schätzungen gibt es auf dem Mond 500.000 Tonnen des Regoliths.

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All dies sind fast unbegrenzte Möglichkeiten, die die Menschheit nicht nur mit Ressourcen zu verorgen und bessere Lebensbedingungen zu schaffen, sondern auch diese zu kontrollieren. Schließlich wird derjenige, der die Mineralreserven des Weltraums (bisher der Mond) besitzt, die erde kontrollieren.

Aus diesem Grund hatte Barack Obama 2015 ein Weltraumgesetz unterschrieben, dass allen amerikanischen Unternehmen erlaubt, die im Weltraum gewonnenen Rohstoffe zu nutzen. Aus demselben Grund hat der heutige Präsident der USA Donald Trump endgültig alle Beschränkungen für Unternehmen seines Landes aufgehoben, die Entwicklung des erdnahen Weltraumes voran zu treiben.

Krieg der Welten

Man sagt immer wieder, dass der Kampf um den Weltraum erst kürzlich begonnen hat. Aber das ist nicht so. Seit der Zeit des Kalten Krieges, als die Sowjetunion 1957 einen künstlichen Sputnik in eine niedrige Erdumlaufbahn brachte, wird die erbitterte Auseinandersetzung um die Vorherrschaft im Weltraum zwischen den USA und der UdSSR geführt. Aber Moskau hat den „Krieg um den Mond“ verloren. Gründe dafür gab es viele. Angefangen beim Fehlen der notwendigen Mittel, über ein ineffizientes Management in der Rüstungsindustrie bis hin zur Konkurrenz zwischen den Projekten von Korolev und Glushko. Das alles führte zu hohen Ausgaben und Verzögerungen beim Start eines Raumfahrzeuges zum Mond. Bis zum Sommer 1969 ging die Vorherrschaft vollständig an die Vereinigten Staaten über.

Der Weltraum wurde bisher nicht zu einem neuen Kriegsschauplatz, obwohl beide Seiten Pläne für den Einsatz von Atomwaffen auf dem Mond in den Schubkästen haben. Die USA waren in vielerlei Hinsicht später auch Russland im erdnahen Raum voraus.

Aber das hat nichts zu sagen. Schließlich ist die heutige Russische Föderation auch eine Weltraum Nation, die ihre Raumschiffe vom Weltraum-Bahnhof Baikonur zur Internationalen Raumstation ISS schickt.

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Die Situation hat sich aber in kurzer Zeit verändert. Auch China hat angefangen in den Kosmos vorzudringen, die USA gaben die Nutzung des russischen Kosmodroms auf und Russland begann selber amerikanische „Satelliten-Konstellationen“ zu beobachten. Der globale Wettlauf um das All hat begonnen.

Die amerikanische Position wurde bereits im Jahr 2007 in Frage gestellt. China hatte damals einen alten Satelliten mit einer Rakete zerstört. Und trotz aller Kritik setzte man ähnliche Versuche in den Jahren 2010, 2013 und 2014 fort. Im Januar 2019 gelang es der Volksrepublik China das erste Mal in der Geschichte der Raumfahrt einen Satelliten vom Type „Chang’e 4“ auf der unbekannten erdabgewandten Seite des Mondes zu landen.

Heute plant die chinesische Regierung die Einrichtung einer automatischen Forschungsstation auf dem Erdtrabanten bis zum Jahr 2025. Bis 2035 will man dann Astronauten dorthin schicken. Das wird nicht nur das Erkunden ermöglichen, sondern auch die Gewinnung der notwendigen Weltraum-Ressourcen. Die Chinesen sprechen schon von einer separaten Wirtschaftszone – von China bis zum Mond.

Sie verstehen sicherlich, dass die Bildung eine erhebliche Militarisierung der Handelswege bedeutet, von der Produktion bis zum Einzelhandel. Zu diesem Zweck stellt Peking jährlich 8 Milliarden Dollar bereit.

In diesem Zusammenhang kündigte Donald Trump im vergangenen Jahr durch ein Dekret eine adäquate Antwort, die Bildung der Raum-Streitkräfte der Vereinigten Staaten, an. Das sind im wesentlichen 16.000 Soldaten und Offiziere der Luftwaffe. Dies Initiative wurde durch die Absichten Chinas sowie die koordinierten Maßnahmen zur Bekämpfung Amerikas durch Moskau und Pekings im Weltraum ausgelöst.

Es geht dabei um Anti-Satelliten-Systeme des Modells ASAT, die gegen Ende des Kalten Krieges von den USA und der UdSSR getestet wurden. Wie bereits erwähnt, setzte China 2007 ähnliche ballistische Raketen im Weltraum ein. Berichten zu Folge führte auch Russland weitere Tests durch. Sie testeten auch weiter. Erst am 15. April hat die amerikanische Luftwaffe bekannt gegeben, dass die Russische Föderation erneut eine Rakete getestet hat. Die Rakete sei in der Lage, einen Satelliten in bis zu 2000 km Höhe zu vernichten.

Und an dieser Stelle entsteht einer neuer Schwerpunkt. Der Schutz der eigenen Satelliten durch die Schaffung einer Weltraumflotte und der Entwicklung separater Beobachtungsnetze.

Aber darauf gehen wir später ein. In der Zwischenzeit wollen wir einen weiteren wichtigen Schritt betrachten, den Trump in der Konfrontation mit Russland und China gegangen ist. Das ist das Artemis-Programm. In Übereinstimmung mit vorläufigen Betrachtungen, soll die nationale Luft- und Raumfahrtbehörde (NASA) die Entsendung von Astronauten auf die Mondoberfläche bis 2024 sicherstellen. Und bis 2028 soll sie eine bemannte Raumstation in der Nähe des Mondes schaffen, die als Gateway auch zur Erkundung des Mars genutzt werden kann. Der Rote Planet soll von den Amerikanern bis 2030 erreicht werden.

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Wie Sie wissen ist das Wichtigste hier, die Chinesen zu überholen, die bis 2030 dort eine Basis errichten wollen. Zu diesem Zweck unternehmen die USA nicht nur militärische, sondern auch diplomatische Anstrengungen. Man hat die NATO-Mitgliedstaaten davon überzeugt, dass der Weltraum ein Gebiet militärischer Auseinandersetzung ist. Zur selben Zeit schlug die amerikanische militärische Führung ihren japanischen Kollegen vor, ihr bei der Bekämpfung Chinas und Russlands zu helfen. Die Japaner stimmten den Vorschlag zu und gründeten eigene Raum-Streitkräfte. Sie unterstützen ebenfalls den amerikanischen Plan, in er ersten Hälfte des Jahres 2020 Astronauten zum Mond zu schicken.

Mit anderen Worten geht es nicht um die Erforschung des mondnahen Raumes, sondern um die Militarisierung des Weltraumes. Vom Mond bis …

Ist Russland eine Weltraum-Macht?

In diesem Kontext muss man unbedingt auf den dritten Mitspieler im kosmischen Spiel hinweisen – auf Russland. Im Rennen um den mondnahen Raum ist man deutlich zu spät dran. Erst 2021 will man den ersten und modernsten Satelliten seiner Art auf den Mond schicken. Nach dem Federal Space Program muss Moskau bis 2025 die Raumstationen „Luna-26“ zu dem Erdtrabanten schicken. Im Jahr 2025 folgt dann das Lande-System „Luna-27“. In den Jahren 2027-2028 ist dann geplant, dass schwere Lande-System „Luna-28“ zum Mond zu schicken um Bodenproben zu nehmen und diese zur Erde zu schicken. Es folgt ein schweres Mondfahrzeug mit „Luna-29“. Man geht davon aus, dass im Jahr 2030 ein russischer Astronaut auf dem Erdtrabanten landen wird. In dem Jahr 2034 wird auch mit dem Bau einer dauerhaften Basis begonnen. Aus Sicht des Zeitplans ist Russland im Allgemeinen gegenüber seinen wichtigsten Wettbewerbern, den USA und China, deutlich zu spät dran.

Die Russische Föderation verhandelt mich wechselnden Erfolg mit der amerikanischen Seite über eine Beteiligung an der schon erwähnten internationalen mondnahen Gateway-Station. Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass die Amerikaner zustimmen und den Russen Zugang zu dem Projekt gewähren. Man ist sich bewusst, dass sehr schnell eine dauerhafte russische Präsenz auf dem Mond entstehen würde. Wenn sich ein russisches Raumschiff der Mondumlaufbahn nähert, kann es in aller Ruhe Astronauten und Ausrüstung zum Erd-Trabanten schicken.

Die Raumfahrt-Industrie Russlands bleibt trotz den massiven Eingriffen der Behörden weit hinter der amerikanischen und chinesischen Industrie zurück.

Das ist zum Einen darauf zurückzuführen, dass „Roskosmos“ die zugewiesenen Mittel unkontrolliert, teilweise sogar unter Umgehung geltender Gesetzte und Regularien, verschwendet hat.

Der Leiter der Rechnungskammer, Alexej Kurdin sagt dazu: „Wir haben große Probleme mit ‚Roskosmos‘. Wir haben irrationale Kosten und alle Arten von Verstößen gegen die Disziplin. Die Beschaffungsverfahren werden nicht korrekt durchgeführt. Die Preise sind zu hoch und viele Projekte werden nicht abgeschlossen“.

Der zweite Grund sind die westlichen Sanktionen. Diese sind aber nicht gegen das Unternehmen gerichtet, sondern treffen die Wirtschaft als Ganzes. Die Sanktionen richten sich auch gegen den Chef Dmitry Rogozin. Folglich sinken die Ausgaben Russlands für die Entwicklung der eignen Raumfahrtindustrie jedes Jahr. Ein gutes Beispiel ist die Verzögerungen beim Bau des neuen Kosmodroms „Vostochny“ im Süd-Osten Sibiriens, welchen niemals das bewährte Kosmodrom „Baikonur“ ersetzen kann.

Der dritte Grund sind technische Probleme, die bei russischen Geräten auftraten. Bereits 2018 wurde an einem Sojus-Raumschiff ein Leck festgestellt, nach dem es an der ISS angedockt, Material und Mannschaft übergeben hatte. Der Grund war ein Loch in der Trennwand des Raumschiffes. Nach relativ kurzer Zeit führte die Fehlfunktion eines Sensors zur Notlandung einer Sojus-Kapsel. Überlagert wurden diese Probleme durch die Zurückhaltung der Versicherungsunternehmen, die Kosten für diese Fehlfunktionen zu übernehmen. Die Probleme der „Sojus“ waren mit eine Summe von 4,5 Milliarden Rubel versichert.

Mit der Absage der USA an das russische Kosmodrom „Baikonur“ und dem Übergang der NASA im Sommer 2020 zu einem neuen Programm Commercial Crew kamen weitere Herausforderungen hinzu. Die Regierung in Washington nahm das Space-Shuttle-Programm wieder auf und bot privaten amerikanischen Unternehmen die Möglichkeit an, Testflüge mit Astronauten und Ausrüstung zur internationalen Raumstation durchzuführen. Wir sprechen über die Entwicklungen „SpaceX“ von Elen Musk und „Boeing“. In Kürze wird „SpaceX“ die ersten Astronauten zur Raumstation schicken.

Das alles führt in naher Zukunft zur Entstehung privaten Raumfahrt-Sektors. Diese Unternehmen werden Menschen in eine erdnahe Umlaufbahn bringen und wieder zurück zur Erde. Folglich muss die ISS erweitert werden, wenn sie nicht ersetzt wird.

Aber das ist heute nur „Lyrik“. Das wichtigste sind die finanziellen Verluste. Bisher kostet ein Platz in einem Sojus-Raumschiff 86 Millionen Dollar. In den vergangenen fünf Jahren zahlte die NASA einige Milliarden Dollar an „Roskosmos“. Heute schickt „SpaceX“ einen Astronauten für 55 Millionen Dollar zur ISS, bei Boeing sind es 70 Millionen Dollar. Folglich wird es für russische Staatsunternehmen auch wegen fehlender Einnahmen immer schwieriger, die eigenen Projekte umzusetzen.

Dabei steht eine ganz andere Frage im Raum. Wird die Firma „Roskosmos“ im Laufe der Zeit auf die Sanktionsliste der USA aufgenommen. Wenn das NASA-Programm vollständig umgesetzt ist, die Amerikaner und ihre Partner mit kommerziellen Shuttles problemlos an die ISS andocken können, wird die Abhängigkeit von Russland vollständig verschwinden. Dann ist die Zeit für Washington gekommen, nicht nur die Ambitionen der Russischen Föderation bei der Aneignung von Ressourcen zu unterbinden, sondern auch andere Kooperationen.

Im Mai 2019 bemerkte Wladimir Putin: „Von der Fähigkeit, sicherheitsrelevante Aufgaben im Kosmos effektiv zu lösen und gleichzeitig die Sicherheit zu gewährleisten, hängt direkt die Erhaltung der strategischen Stabilität und militärische Parität ab“.

Das Vertrauen des Präsidenten der Russischen Föderation beruht dabei auf der Abhängigkeit der ISS von russischen Trägerraketen. Zur Zeit gibt es nichts Vergleichbares und es ist nicht in Sicht. Und so bleibt Russland ein kosmischer Staat … ? Das ist die wichtigste Frage, die Moskau in den kommenden Jahren beantworten muss.

Russische Matroschka Kampfsatelliten

Das normale Leben ist heute in dem einen oder anderen Land von normalen funktionierenden Satelitten-Verbindungen abhängig, wie zum Beispiel Bankabrechnungen, Mobilfunk, eine beliebige Internetverbindung, einfache Wettervorhersagen, und vieles mehr. Das ist vor allem die Kommunikation, Zielerfassung und Beobachtung. Dabei geht es nicht nur um die Möglichkeiten. Es gaht auch um die Schwachstellen. Und es geht in naher Zukunft um Versuche, die Satelliten des Gegners zu neutralisieren und ihm so einen Vorteil auf der Erde zu nehmen.

So etwas ähnliches hatte Russland schon versucht, in dem man Aufklärungssatelliten in die Nähe amerikanischer Systeme schickte. Darüber berichtete die amerikanische Ausgabe der Time nach einem Gespräch mit dem Kommandeur der US Space Forces, John Raymond.

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Anfang Februar teilte der amerikanische General mit, dass sich eine russische Sonde bis auf 160 km (was im Weltraum sehr wenig ist) einem amerikanischen Satelliten genähert hat. Dieser Satellit gehört zu einem „Aufklärungs-Netzwerk“, welches aus vier Satelliten besteht. Das Netzwerk ist ein hochpräzises Beobachtungssystem für Ziele auf der Erde. Was ist passiert? Anfangs befand sich der russische Satellite zwei Wochen im Orbit.

Danach wurde er wie eine russische Puppe in zwei Teile wie geteilt. Dann näherten sich beide Teile dem amerikanischen Aufklärungssatelliten USA-245.

Die russischen „Spione“ sollten die Datenerfassung des amerikanischen Satelliten per Video aufzeichnen. In der Time wird angedeutet, dass die Russen versuchen herauszufinden, wie die Zentrale der USA mit den Raumschiffen kommuniziert. Darüber hinaus konnten sie erkennen, welche Ziele die Staaten zur Zeit beobachten.

Wie General Reymond schon bemerkte: „Diese Untersuchung ist ein weiterer Beweis für die scheinheilige Unterstützung Russlands zur Kontrolle kosmischer Waffen, die auf die begrenzten Möglichkeiten der Vereinigten Staaten gerichtet sind.“

Russland hatte sich schon lange gegen eine Militarisierung des Weltalls ausgesprochen und versucht über Garantien zu sprechen. Man verhält sich Weltraum genau so, wie auf der Erde. In dieser Zeit wurde auch der Start einer Rakete im Rahmen der Anti-Satelitten-Test bestätigt. Die Russische Föderation wird auch mit verringerten Mitteln versuchen Teile der erdähnlichen kosmischen Ressourcen in seinen Besitz zu bringen. Dabei ist es wichtig, sich gegen die USA und ihre Verbündeten mit beliebigen pro-aktiven Methoden zur Wehr zu setzen.

Wir sollten uns nicht nur mit der russischen Aggression auf der Erde beschäftigen, sondern auch im Weltraum. Früher oder später werden wir zum Augenzeugen aktiver Auseinandersetzungen dort. Eine deutliche Zurückhaltung beim Verbot von Waffen, speziell von Weltraumwaffen, bei allen Kontrahenten zeigt das sehr deutlich. In der Zwischenzeit kann man sagen, dass der Krieg um den Kosmos begonnen hat.

Der Der Artikel des Journalisten Alexander Demtschenko ist in russischer Sprache auf lb.ua erschienen.