Die Krim und der Virus

Seit Februar 2014 ist die ukrainische Krim von russischen Truppen besetzt. Seither versucht man, die Halbinsel in einen Flugzeugträger und großen Flottenstützpunkt zu verwandeln. Im vergangenen Jahr wurde unter den Augen der Weltöffentlichkeit auch die Brücke zwischen dem russischen Festland fertig gestellt.

Seither wird die Stationierung russischer Truppen ununterbrochen fortgesetzt. Mit den Truppen kommt allerdings auch der Virus vom Festland. Organisatorisch gehört die Krim, wie auch die beiden Armeekorps in den anderen besetzten Gebieten der Ukraine, mit zu südlichen Militärbezirk. Trotz der aktuellen Situationen werden alle Übungen und Vorbereitungen unvermindert fortgesetzt. Gleiches gilt für die Einheiten der Schwarzmeerflotte, die zu einem großen Teil in Sewastopol stationiert ist.

Über die Brücke wurde schon viel geschrieben. Sie verbindet die russische Region um Rostow am Don mit der ukrainischen Halbinsel. Viele internationale Quellen gehen davon aus, dass die südwestliche Region Russland auch stark unter dem Corona-Virus leidet. So dass zu befürchten ist, dass die Halbinsel im Schwarzen Meer neben wichtigen Wirtschaftsgütern auch mit dem Virus versorgt wird.

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Wie jüngst bekannt wurde, haben die russischen Truppen im Donbass den Auftrag, die Landbrücke zur Krim herzustellen. Man hofft natürlich, dass sich dadurch die Wasserversorgung deutlich verbessert. Diese recht abenteuerlichen Pläne zeigen aber deutlich, dass die Lage alles andere als stabil ist.

Es ist ein Teufelskreis. In der heutigen Situation ist die Krim nicht mehr in der Lage, sich selbst mit alle lebensnotwendigen Dingen zu versorgen. Trinkwasser ist ein sehr wertvolles Gut geworden. Alle wichtigen Güter müssen auf dem Seeweg oder über die hochgelobte Brücke herangeschafft werden. Mit allen Waren und militärischen Einheiten kommt auch der Virus auf die Halbinsel. An Tourismus ist in der gegenwärtigen Lage nicht zu denken.

Über die genauen Zahlen der Infektionen schweigt sich die Administration aus. Alle Daten, die eventuell bekannt werden muss man mit Vorsicht betrachten. Wenn sich die jüngste Entwicklung in Russland auf der Krim fortsetzt, könnte die vollständige Quarantäne eine mögliche Konsequenz sein.