Die Zentralbank der Russischen Föderation zerstört gezielt den Bankensektor

Der militärpolitische Beobachter Alexander Kovalenko hat sich in seinem Artikel auf sprotiv.info die aktuelle Lage der russischen Banke näher beleuchtet.  Anfang der 2000er Jahre habe es in Russland die Rekordzahl von mehr als 1300 Banken. Der Anteil des Staates am Banken-Sektor war gering. Der private Banken-Sektor boomte.

Die Krise von 2008 und die Ablehnung des Staates gegenüber den Problemen des Banken-Sektors waren eine tickende Zeitbombe. Diese explodierte, als Russland in der Ukraine einfiel und die Sanktionen ihre Wirkung entfalteten. Als Elvira Nabiullina im Jahre 2013 das Ruder der Zentralbank übernahm, gab es in Russland 897 Banken. Ihre Zahl hatte sich nach der Krise 2008 in Folge der Sanktionen bis zum Jahre 2020 halbiert. Im Einzelnen waren es Anfang 2019 noch 440 Banken. Und Anfang Dezember 2020 reduzierte sich die Anzahl der Finanz-Dienstleister auf 371 Banken.

Wenn die Anfangsperiode des Banken-Sektors in Russland in den frühen 2000er Jahren und heute vergleichen, dann ist die Anzahl der Banken um 1000 gesunken.

So sind seit 2013, als noch keine Sanktionen gegen Russland verhängt wurden, bis 2020 526 Banken in Vergessenheit geraten. Das ist eine beeindruckende Anzahl für ein Land, dass nicht wie 2008 von einer globalen Wirtschaftskrise betroffen war, sondern unter dem Einfluss internationaler Sanktionen steht. Diese haben gravierenden Auswirkungen auf die Wirtschaft und das Finanzsystem.

Man kann aber nicht behaupten, dass die russische Zentralbank nicht versucht, krampfhaft die Lage der Finanzinstitute im Land zu stabilisieren. So finanzierte die Zentralbank der Russischen Föderation laut einer Analyse von Fitch Ratings das russische Bankensystem in den den Jahren 2013 bis 2019 mit 80 Milliarden US-Dollar. Aber die riesige Finanz-Spritze konnte hunderte Finanzinstitute nicht retten. Das wirft die Frage auf, ob die Zentralbank den Bankensektor retten wollte oder ob man Geld gewaschen hat.

Bis heute haben diese Finanz-Spritzen die Marke von 90 Milliarden Dollar erreicht oder gar schon überschritten. Wir können jedoch erkennen, dass im Zeitraum zwischen Januar 2019 und Dezember 2020 weitere 68 Banken zusammengebrochen sind.
Auf der anderen Seite kann man nicht behaupten, dass die Führung der Russischen Föderation darüber nicht besorgt wäre. Wenn wir die Gleichgültigkeit und Ablehnung der Führung des Landes gegenüber dem Bankensystem betrachten, wird schnell klar, dass das Ziel der Zentralbank darin besteht, dass Monopol des Staates in diesem Bereich durchzusetzen.

Heute liegt der Anteil des Staates am Banken-Sektor bei ungefähr 70 %. Man kann davon ausgehen, dass man 99,9 % anstrebt. Und da, sehen sie, kann man es in die Sparbücher eintragen!

Militärpolitischer Beobachter Alexander Kovalenko