Ein Fass ohne Boden

Seit nunmehr sechs Jahren hält Russland die ukrainische Halbinsel besetzt. Das sich die Lage für die allgemeine Bevölkerung nicht zum Besseren wendet, ist allen klar.

Ein Objekt der Begierde

Von dem Moment an, als sich die Russische Föderation die ukrainische Halbinsel einverleibte, wurde die Krim eines der kostspieligen Abenteuer der russischen Regierung. Man sagt sogar, dass es die teuerste Region der gesamten Föderation ist.

Auch wenn man es nicht unbedingt möchte, muss man für die Bedürfnisse und Anforderungen der Halbinsel aufkommen. Es reicht nicht, sich nur um jene Objekte zu kümmern, die für die Politik und das Militär von grundlegender Bedeutung sind.

Vor dem Hintergrund der sich ständig verschlechternden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen erdrücken die ständig zunehmenden Belastungen den russischen Steuerzahler. Man kann davon ausgehen, dass die Wirtschaftskraft der Halbinsel zu vernachlässigen klein ist. Im Prinzip muss man alle Güter vom russischen Festland auf die Halbinsel transportieren. Die passiert heute über den Seeweg und die neu erbaute Brücke über die Meerenge von Kertsch.

Eine Frage des Wassers

Ein nicht zu unterschätzender Faktor ist die Versorgung mit Trinkwasser. Bis zur Besetzung durch russische Truppen wurde die Halbinsel über einen Kanal vom ukrainischen Festland mit frischem Trinkwasser versorgt. Die Installationen wurden mittlerweile modernisiert und mit Zählwerken ausgestattet. Gegen eine entsprechende Gebühr wäre die Versorgung auch heute möglich. Aber eine derartige Möglichkeit wurde von den russischen Behörden bisher nicht in Betracht gezogen.

Wie für Touristen gemacht

So bleibt nichts anderes übrig, als auch das dringend benötigte Trinkwasser aufzubereiten oder vom Festland heranzuschaffen. Die natürlichen Vorkommen auf der Halbinsel reichen nicht für alle Verbraucher aus.

Die Infrastruktur

Die Infrastruktur der Halbinsel war schon über viele Jahre in einem sehr bedauernswerten Zustand. Es stehen dringend notwendige Sanierungen und Reparaturen an. Angefangen bei den Straßen, der Elektroinstallation der Gebäude, dem Wasser und Abwasser-System bis hin zu den Telefonanlagen. Im Grunde genommen wurde auch schon früher kaum in die Infrastruktur investiert.

Ein Abziehen von der Halbinsel kommt einer Kapitulation gleich. Diese löse wird man sich unter keinen Umständen geben. Uns so bleibt den russischen Besatzern nichts anderes übrig, als die ukrainische Halbinsel mit allen Lebensnotwendigen zu versorgen. Die wirtschaftlichen Vorzeichen für Russland sind nicht die Besten. Das wird auch die Krim in naher Zukunft zu spüren bekommen.

Quellen