Mit der Wirtschaft der Regionen der Russischen Föderation geht es bergab

Die Redaktion von sprotyv.info hat sich die wirtschaftliche Situation Russlands mal etwas genauer angeschaut. Vor dem Hintergrund der zweiten Welle des Coronavirus verschlechtert sich die wirtschaftliche Lage in den Regionen in der Russischen Föderation. Darüber wir in Materialien der Ausgabe ‚Finanz‘ berichtet.

Im Region zeigte der Index der regionalen wirtschaftlichen Aktivität (RWA), welcher die wirtschaftliche Situation auf Grundlage der fünf Schlüsselsektoren (Industrie, Bauwesen, Einzelhandel, Dienstleistungen und Großhandel) bestimmt, einen Rückgang.

Nachdem der Index 2,9 % verloren hatte, blieb er bei der Marke von 33,4 % stehen. Keiner der föderalen Bezirke konnte eine Verbesserung des Marktumfeldes verzeichnen.
„Im Oktober war ein fast kompletter Rückgang der Wirtschaftstätigkeit zu beobachten.

Noch etwas mehr, als im Monat zuvor. Der Beginn der zweiten Welle der Pandemie verlangsamte offensichtlich die Erholung“, heißt es in den „Kommentaren zu Staat und Wirtschaft“ – so die Wirtschaftsexperten.

In 13 Regionen befanden sich alle Wirtschaftszweige in der Rezession. In 25 weiteren Regionen fielen 4 von 5 Schlüsselindustrien in die Rezession. Bei nur 20 Probanden erwies sich der RWA-Index als höher als die 50 % Marke, die Wachstum und Rückgang der Wirtschaftstätigkeit trennt. Keiner der föderalen Bezirke hat dieses Niveau überschritten. Am schlechtesten stehen der Bezirk Wolga (RWA = 20 %) und der sibirische föderale Bezirk (26 %) da.

Zur gleichen Zeit machte der Anteil der Regionen, die im Oktober in mindestens drei Wirtschaftssektoren (RWA > 60 %) gewachsen sind, insgesamt nur 16,4 % des russischen Brutto Regional-Produktes aus. „Der totale Charakter der anhaltenden Rezession ist ziemlich offensichtlich“, erklärt die HSE.

In der Armutszone verbleiben Branchen, die sich auf die Verbrauchernachfrage konzentrieren. So sing der RWA-Index im Bereich der bezahlten Dienstleistungen von 11 % auf 2,4 % zurück. Im Einzelhandel sank der Index auf 25,6 %. Ein etwas geringerer Rückgang war in der Industrie (39 %) und im Baugewerbe zu beobachten. Der Einzelhandel befindet sich in den meisten Regionen im positiven Bereich.

Wirtschaftliche Probleme gehen einher mit Haushaltsproblemen. Nach Angaben des Finanzministeriums der Russischen Föderation belief sich das gesamte Haushaltsdefizit der einzelnen Bereiche der Russischen Föderation Ende September auf 295,8 Milliarden Rubel.

Das „Loch“ in den regionalen öffentlichen Finanzen wurde seit dem Sommer immer größer. In den letzten beiden Monaten hat es sich um das 64-fache vergrößert. Ende Juli betrug das Defizit 4,6 Milliarden Rubel. Ende August waren es schon 109,1 Milliarden Rubel.

Wie aus den Statistiken des Finanzministeriums hervorgeht, erreicht das Defizit seit sechs Jahren einen Rekord. Im Jahr 2014 erreicht das Defizit 447,6 Milliarden Rubel. Im Jahr 2013 waren es 641,5 Milliarden Rubel. Die Zahlen wurden jedoch erst im Dezember registriert, in dem Monat des traditionellen Anstiegs der Haushaltsausgaben.

In der Mitte des Jahres erreichte das Defizit einen Wert bei den Betroffenen, der in der gesamten Datenhistorie seit 2011 noch nicht verzeichnet wurde.

In den regionalen Haushalten wurden 9 Monate lang Steuern in Höhe von 7,574 Billionen Rubel erhoben. Das waren 393 Milliarden Rubel weniger als im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres.

Die Einnahmen aus der persönlichen Einkommensteuer stiegen leicht um 101 Milliarden Rubel auf 2,862 Billionen Rubel. Das konnte aber den Rückgang der Steuereinnahmen um 376 Milliarden Rubel auf 2,862 Billionen Rubel nicht kompensieren.