Propaganda – Hilfe die niemand braucht

In den vergangenen Tagen wurde wiederholt in unterschiedlichen Medien über russische Hilfslieferungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie berichtet. Bei genauerem Hinschauen stellten die Autoren fest, dass die geleistete Hilfe in keinem Verhältnis zur Berichterstattung steht. Anders ausgedrückt: Es steht die Propaganda im Vordergrund.

Über offizielle Kanäle erfährt man wenig über die wirkliche Situation in Russland selber. Wenn man die Veröffentlichungen genauer liest, beschleicht einen unweigerlich das Gefühl, dass die Lage in Russland nicht stabil ist. In Moskau gilt seit kurzem eine generelle Ausgangssperre. Eine mehr als drastische Maßnahme. Man könnte glauben, das Russland genug mit der Situation im eigenen Land zu tun hat.

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Die russische Hilfe genießt Italien schon ein paar Tage. Zahlreiche russische Transport-Flugzeuge brachten unzählige schwere Militärfahrzeuge ins Land. Später rollten sie dann medienwirksam über italienische Straßen. Die eigentlichen Hilfsgüter suchten die Experten bis heute vergebens. Ich bin in meinem Artikel „Russische Propaganda leicht verständlich“ näher auf diesen Aspekt eingegangen.

Die russische Regierung schreckte nicht davor zurück, ihre Hilfe den Vereinigten Staaten aufzudrängen. Der amerikanische Präsident hat die Hilfe angenommen. Laut Medienberichten geht es um ein Flugzeug mit medizinischer Ausrüstung. Die amerikanische Regierung teilte mit, dass man die Hilfsgüter in Russland gekauft hat. Das wäre dann der Supergau für die russische Propaganda.

Sicherlich war auch Frankreich im Focus der russischen Strategen. Die Gelbwesten haben ja über viele Monate den Boden dafür bereitet. Das die „Helfenden Inasoren“ ihren Weg nicht bis nach Paris gehen konnten, liegt vermutlich auch daran, dass der französische Präsident Emanuel Marcon dieses Angebot energisch abgelehnt hat.

Dann liegt es nahe, dass sich der Kreml Weißrussland als nächstes Ziel auf dem Weg nach Europa zuwendet. Die weißrussische Regierung steht schon seit einiger Zeit nicht mehr fest an der Seite ihres großen Bruders. Der Präsident Alexander Lukaschenko selber hat eine Union mit der Russischen Föderation abgelehnt.

Die offizielle Linie der weißrussischen Regierung ist nach wie vor, den Virus zu ignorieren. Der Präsident selber rät, sich mit Wodka und Saunagängen zu schützen. Ungeachtet der realen Situation hat diese Haltung einen praktischen Grund. Wenn die Pandemie nicht sichtbar ist, hat Russland keinen Grund, seine „Helfenden Invasoren“ ins Land zu schicken und mit seiner Propaganda zu überziehen. Eine Hilfe, die jeden Betroffenen teuer zu stehen kommt.