Romantik mit dem Messer im Rücken

Die beiden großen russischen Geheimdienste bekämpfen sich seit vielen Jahren und ringen um die Vormachtstellung in Russland und dem Rest der Welt. Surkov und Beseda versuchen sich gegenseitig zu vernichten. In diesem Zusammenhang kommt es zu einigen Zwischenfällen bei Operationen der Dienste, der Tötung von Künstlern im Ausland und vor Ort, und vieles mehr.

Die Sowjetunion wurde auch durch die Besonderheiten der Dienste zerstört. Seit Beginn des Afghanistan-Krieges standen sich die Sicherheits-Strukturen des Kreml feindlichen gegenüber. KGB und GRU bekämpften sich gegenseitig, denunzierten und sabotierten sich gegenseitig, drehten Agenten um. Das alles führte natürlich auch zum Scheitern sowjetischer Militäraktionen. Moskau verlor dadurch zehntausende Jungs im Krieg, viele blieben Krüppel. Heute sind immer noch einige hundert Soldaten in Afghanistan stationiert, vergessen und verlassen von Russland.

Als die Vereinigten Staaten und Europa Sanktionen gegen die UdSSR im Zusammenhang mit der Aggression gegen das asiatische Land verhängten, wurden die Rivalitäten zwischen den beiden Diensten nicht begraben, sondern verschärft – jeder Dienst versuchte sich zu beweisen, in dem er so viel wie möglich Mittel stiehlt. Das führte Ende der 80iger Jahre dazu, dass Moskau mit ausgestreckter Hand durch die Welt lief.

Und das Gleiche beobachten wir heute. Als die russischen Geheimdienste mit ihren üblichen militärischen Abenteuern anfingen – heute in der Ukraine – beschlossen die USA und EU restriktive Maßnahmen gegen die Russische Föderation – wirtschaftliche und politische. Letztendlich hat die neue amerikanische Administration – unabhängig von „Trump Nasch“ – die Sanktionen weiter verschärft, in dem sie russische Agenten-Diplomaten auswies, in dem sie das Gesetz zur „Bekämpfung der Gegner Amerikas mit Sanktionen“ verabschiedete, im dem sie den „Kreml Report“ – eine Liste von Oligarchen, die jeden Moment mit Sanktionen belegt werden können – erstellt hat.

Nach den erfolglosen Verhandlungen in Helsinki kündigte Washington die Unterstützung der Krim an und gab die Schaffung eines Raketenabwehrsystems im Weltraum bekannt. Sogar geschichtlich wenig interessierte Menschen wissen, das Amerika zunächst umfangreiche Dokumente über seinen Gegner erstellt und viel Geld in die Rüstung steckt. Aus diesem Grund sehen wir, das Amerika seine zweite Flotte wieder aufstellt, mit dem Ziel sie in den nördlichen Atlantik zu verlegen.

Zeitgleich entstand auf Initiative des führenden Republikaners Lindsey Graham ein neuer Gesetzesentwurf zur Verschärfung der Sanktionen gegen Russland sowie eine Resolution des Statedepartments als Antwort auf die Vergiftung von Skripal, der wahrscheinlich nicht nur der Stadt Sailsbury galt, sondern auch Amesbury.

Wenn beide Dokumente in Kraft treten, kommen schwere Zeiten auf Russland zu. Bedroht ist dann alles, was das zerstörerische Land ernährt – Banken, Rüstungsindustrie und die Energiewirtschaft. Die Maßnahmen werden nicht nur den Macht-Apparat treffen, sondern auch den russischen Präsidenten, dessen Konten nicht einfach nur überprüft, sondern eingefroren werden.

Aus dem Grund ist der Kreml so nervös. Der persönliche Pressesprecher Putins, Dimitry Peskow, bezeichnete die neuen Sanktionen des weißen Hauses als „drakonisch“: „Diese Maßnahmen, genau so wie alle bisher von der amerikanischen Seite beschlossenen Sanktionen sind unserer Meinung nach nicht rechtmäßig und entsprechen nicht internationalen Normen“.

Die russischen Geheimdienste GRU & FSB

Und nun wenden wir uns etwas näher den russischen Geheimdiensten zu – genauer dem FSB und GRU. Womit beschäftigen sie sich? Plündern, verprassen das Geld und zetteln Kriege an. Darüber hinaus verliert man durch die gelebte Willkür auch wertvolles Personal.

Schauen Sie sich den Tod des „Journalisten“ im ZAR an, oder die Inhaftierung einiger Bürger der Russischen Föderation an, die für die russischen Geheimdienste in den USA gearbeitet haben und sie werden es schnell verstehen.

Der Krieg wird an der gesamten Informations-Front ausgetragen – vom russischen Hacker bis hin zu Privaten Militäreinheiten. Der persönliche Koch Putins und Gründer der Troll-Fabrik Evgeny Prigorschin muss sich persönlich beim GRU für die Strafmaßnahmen gegen die von ihm kontrollierten Bots bedanken, sowie für Ausrottung der Söldner-Gruppe „Wagner“ durch die Amerikaner. Schoigu und seine militärische Aufklärung danken dem FSB wiederum für die Sanktionen wegen der Besetzung der Krim, der Besetzung des Donbass und dem Abschuss des malaysischen Flugzeuges.

Normalerweise werden die Auseinandersetzungen zwischen den beiden, die gewohnheitsmäßig die „Türme“ des Kreml genannt werden, noch härter geführt. Das ist ständig so. Es ist in der Tat so wie viele sagen, der Staat strauchelt, der Futtertrog trocknet aus und ein Konfrontation der beiden Dienste scheint unausweichlich.

Am Besten sieht man das an der gegenwärtigen Situation im Donbass. Wie sie wissen, gibt es eine klare Trennung der beiden Organisationen – der Oblast Luhansk untersteht dem FSB, der Oblast Donezk dem GRU. In der letzten Zeit hat sich einiges verändert.

In der Lubjanka passte man den Moment ab (amders kann man es nicht sagen), als das offizielle Kiew mit Konstantinopel die Frage der Gründung einer eigenständigen ukrainischen Kirche besprach. Der FSB fütterte den Kreml jeden Tag mit seinen Erfolgen in dieser Richtung, zum Beispiel darüber, das es ihm gelungen sei, eine Entscheidung zu blockieren, Batholomew zu bestechen und vieles mehr. Während die Beamten weiterhin Millionen von Dollar ausgaben, die von Moskau für diese Operation bereitgestellt wurden.

Nutzte der GRU die Misserfolge der Offiziere des FSB. Sehr wahrscheinlich können wir in naher Zukunft beobachten, wie die Lubjanka beginnt ihre Positionen im Donbass zu verlieren. Genau aus diesem Grunde haben ihre Vertreter begonnen ihr „Geschäft“ zu verändern. Warum? Man bereitet den Abzug vor. Allerdings passiert das auf dem Gebiet des Oblast Donezk. Beim GRU versteht man die Lage auch: Die Situation kann sich schnell ändern, alle erwarten das sie das Messer des Feindes im Rücken spüren werden. Es gibt zwar keine Garantien dafür.

Jeder von ihnen will den Donbas kontrollieren, mit eigenen Handlangern, welche während der Präsidentschaftswahlen in der Ukraine des Satz sagen könnten: „Ich bin bereit zu akzeptieren, wenn der Präsident von Russland eingesetzt wird“.

Ein facettenreiches Spiel

Wenn wir uns die aktuellen Ereignisse vor Augen führen, sehen wir schnell, das die Auseinandersetzungen der „Türme“ in die heiße Phase getreten sind. Was wir in den Medien erfahren, sind nur die Brotkrumen, wie die Verhaftung oder Ermordung von Agenten). Das Spiel ist sehr ernst, bis in die Führungsetagen.

Wenn Sie sich erinnern, wurde vor kurzem die mögliche Entlassung des Assistenten Putins Wladislaw Surkow diskutiert. Genau diese Person ist zur Zeit für die Entwicklungen in den besetzten Gebieten verantwortlich und die Politik gegenüber der Ukraine bestimmt. Und es ist übrigens kein Geheimnis, das Surkow auf die Fähigkeiten und Möglichkeiten des GRU zurück greift.

Vor kurzem schien sich die Situation zu verändern. Und wer? Ein langjähriger Offizier der Sektion 5 in der FSB Zentrale, zuständig für operative Informationen und internationale Beziehungen – Sergej Beseda. Dieser Mensch ist Mitglied im sogenannten „temporären Jahrgänge“, besitzt Immobilien und Anteile an der „Peterburger Datschengemeinschaft“ und der gemeinützigen Organisation zur Entwicklung der ökologischen Zonen „Jahreszeiten“.

Wen es interessiert, der kann die Details zu den Gruppen nachlesen. Wir sagen nur, das zu den Anteilseignern der „Petersburger Datschengemeinschaft“ auch die Familie von Arkadie Rotenberg gehört, dem Judo Trainer von Putin. Zur Gemeinschaft gehören auch der Vorsitzende der Firma „Transneft“ Nikolai Tokarjew, der ehemalige Vorsitzende der Russischen Staatsbahnen Wladimir Jakunin, der Leiter des militärisch-industriellen Komplexes „Rustech“ Sergej Tschemesow und seine persönlichen Buchhalter-Milliardäre Vitaly Mashhickij und Ruben Vardanian.

Vasily Anisimov, ein Milliardär, langjähriger Chef der russischen Judo-Föderation, gibt all diesen Menschen Land. Die russische Presse nennt ihn den „Kassierer“ des sogenannten Podolsk-Territoriums – der „Izmaylovskaya OPG“  (Anm.: gemeint ist die Mafia-Gruppierung von Ismailowsk).

Auf dessen Gebiet befindet sich auch das Hauptquartier der Dienstes für Auslandsaufklärung der Russischen Föderation.

Aber das ist nicht so wichtig. Wichtig ist dagegen etwas anderes: Die beiden Personen – Surkow und Beseda – versuchten sich viele Jahre gegenseitig zu ertränken. In diesem Zusammenhang kommt es zu einigen Zwischenfällen bei Operationen der Dienste, der Tötung von Künstlern im Ausland und vor Ort, und vieles mehr.

Nach dem seltsamen Tod des Leiters des GRU Sergun besprachen schon alle über die Entbindung Surkows von seinen Aufgaben. Nach den Vereinbarungen zwischen Russland und Israel über Syrien wurden die Positionen der militärischen Nachrichtendienste im Nahen Osten ebenso fragiler, wie auch für die kaukasische Gruppe in Moskau. Und letztendlich kann es auch Sorkow und Aslanbek Dudajew zugeschrieben werden, wenn auch nur bedingt. Können Sie erkennen, von wem der nächste Schlag kommt?

Der Krieg geht an allen Fronten weiter. So wie auch in der Ukraine, besonders nach dem der von Surkow ernannte Alexander Zakharchenko beschlossenen hatte, den bekannten Jung-Oligarchen Sergej Kurtscheko – der wiederum von Beseda kontrolliert wird – aus dem Donbas zu vertreiben. Jener erhält Geld von Kurtschenko, welcher mit Unterstützung Jakunins praktisch kostenlos Öl an die Rafinerie in Nowotscherkassi von Tokarew liefert, welcher als Gegenleistung militärische Anlagen in der Region Donezk in Stand setzt.

Wie wir schon besprochen haben, blieb Surkow auf seinem Posten und distanzierte Beseda. Selbst der FSB kann das nicht ändern und die Kontrolle der besetzten Gebieten in der Ukraine vom GRU übernehmen. Und auch nach dem Scheitern der Operation „Tomos“ ist der Krieg weitergegangen. Warum? Wie schon besprochen, finden in der Ukraine Präsidentschaftwahlen statt, was bedeutet, das man die unbedingt die vollständige Kontrolle über die besetzten Gebiete erlangen muss. Und was wird dazu benötigt? Es ist unbedingt notwendig Putin einen realistischen Plan vorzulegen, wie er der amerikanischen Falle entkommen kann.

Fans von Teddy-Bären

Was ist der Punkt ohne Rückkehr, wenn die Konfrontation zu einer offenen Auseinandersetzungen zwischen den Parteien wird.

Am 15 Juli 2014 kam es zu einer großen Katastrophe: Im Internet tauchte eine Liste mit Angehörigen der russischen militärischen Aufklärung auf, insgesamt 79 Personen die in Einrichtungen der USA, Europas, Asiens und Süd-Amerikas saßen. Es zeigt sich immer deutlicher, das zwischen den Diensten der Russischen Föderation ein heftiger Krieg ausgebrochen ist, das der FSB versucht mit Unterstützung Putins an die Auslandsvermögen des GRU zu kommen.

Weiterhin wurden wir im vergangenen Jahr Zeuge der Entlassung des GRU Residenten, und eines neuen Skandals: der Verteidigungsminister Russlands Sergej Schoigu erhielt eine mail von der Hacker-Gruppe „Anonymous International“ („Humpty Dumpty“) mit der Aufforderung zum Selbstmord oder Rücktritt. Die Hacker machten deutlich, das es ihnen gelungen ist das Postfach des Assistenten des ehemaligen Abteilungsleiters für militärische Bauprojekte General Roman Filimonov – des 30-jährigen Ksenja Bolshakov – zu hacken. Sie teilten mit, das sich die erlangten Informationen als „Streng Geheim“ erwiesen.

Weiterhin haben sie das „Los“ auf der „Informations-Börse“ angeboten, was in diesem Fall nur Screenshots einzelner Buchstaben waren. Anschließend wandte man sich an den Chef der militärischen Gegenspionage des FSB – Generaloberst Alexander Besverchny und bot ihm das Archiv des Assistenten Bolschakows für 6 Millionen Rubel an – mit einem Rabatt von 50%.

Später sagte die Zentrale Untersuchungskommission dazu: „Können sie sich vorstellen, was in Schoigu vorging, als der Direktor des FSB Bortinkow vor dem Präsidenten ein Dokument ausbreitete und über den Brief der Gegenaufklärung berichtete, ebenso wie über die chronischen Misstände im Verteidigungsministerium?“

Und man kann sich die Überraschung Bortnikows vorstellen, als Schoigu den Täter gefunden hatte – einen der Gründer der Gruppe „Humpty-Dumpty“ Vladimir Anikeev (Lewis).

Warum sind Sie überrascht? Ja, weil Vertreter des FSB diese Gruppe kontrollieren: Einer von ihnen ist der Leiter des Zentrum für Informations-Sicherheit der Dienste, Oberst Sergej Michailow und drei seiner Kammeraden – der ehemalige Mitarbeiter des Laborytory Kerperskij Ruslan Stojanow, Internet-Unternehmer Georgij Fomchenkov und der Major des FSB Dmitrij Dokuchayev.

Hier werden sofort zwei Punkte deutlich. Erstens wurden bei der Durchsuchung der Wohnung von Michailow 12 Millionen Dollar in bar gefunden. Das bedeutet letztendlich, das sie mit Hilfe von Hackern Informationen Informationen über verschiedene Beamte und Geschäftsleute sammeln und die Mittels Erpressung wieder verkaufen. Und zweites wurde die Information über die Verhaftung von Michailow nicht sofort im Oktober 2016 – noch vor den amerikanischen Präsidentschaftswahlen veröffentlicht, sondern erst im Januar 2017.

Letzteres sagt viel aus. Es ist offensichtlich, das der FSB die ganze Tragweite der Situation erkannt hat und entschied, das die Geschichte nicht vom Kreml oder einem anderen Interessenten ausgeschlachtet werden sollte.

Man wollte aufzeigen, das die Mannschaft um Michailow in Wirklichkeit für den CIA gearbeitet hat, und verbreitete Informationen über seinen ehemaligen Vorsitzenden, das er das Postfach von Hilary Clinton und einen Server der Demokraten ausspioniert hätte.

Man glaubt an der Ljubjanka, das man mit diesem Szenario die amerikanischen Sanktionen umgehen könnte und dem weißen Haus mehr Trümpfe im Kampf gegen die Demokraten verhelfen könnte, dem wirtschaftlichen Schlag aus Richtung USA abzuwehren.

Das war dumm, aber noch lange nicht alles. Zurzeit versucht der FSB zu beweisen, das die Gruppe „Humpty-Dumpty“ und der Hacker Cozy Bear ein und die selbe Person sind.

Im Sommer 2016, als sich das illegale Eindringen in das Netzwerk der Nationalen Kommitee der Demokraten ereignetet und die Firma „CrowdStrike“ aufzeigte, das der Angriff durch die russischen Hacker-Gruppen „Fancy-Bear“ und „Cozy Bear“ ausgeführt wurde.

„Wir sind uns sehr sicher, das die beiden Gruppen russische Aufklärungseinheiten sind“, sagte „Passcode“ Dmitrij Alperowitsch, der technische Direktor von „CowdStrike“.

„In Bezug auf den ‚Modny Bear‘ wissen wir mit mittlerer Wahrscheinlichkeit, das es eine Gruppe des GRU, die russische militärische Aufklärung ist, aber im Fall der Gruppe ‚Cosy Bear‘ haben wir nur wenige Hinweise darauf, das sie dem FSB, dem russischen Geheimdienst zuzuordnen ist“ – teilte er mit.

Mit anderen Worten, man muss beweisen, das genau diese Gruppe „Humpty-Dumpty“ sich auf Anweisung des ehemaligen Direktors der CIA in den Wahlkampf der USA eingemischt hat – und nicht der FSB! Gleichzeitig muss der amerikanische Seite folgende Botschaft überbracht werden: Die Vertreter der Gruppe „Fancy Bear“ (GRU) sind Verbrecher, welche versucht haben die amerikanische Demokratie zu untergraben. Im einfachsten Fall muss Washington den GRU beschuldigen und nicht den FSB. Genau das muss Putin machen. Und genau so kann er sich Schoigu, Surkow und anderer Vertreter des GRU entledigen.

Natürlich auch mit dem Ziel, das Michailow und seine Gefolgsleute des Verrats zu Gunsten der USA beschuldigt werden. Aber warum haben Vertreter der militärischen Aufklärung begonnen, im Ausland Hacker wie Stanislav Lisow oder Petr Lewaschow zu fangen. Letztere ist vermutlich sehr einfach damit zu erklären, das die Angehörigen des GRU, die Informationen über Oppositionsparteien sammelten, nicht an die richtigen Leute ran kamen.

„Ich bin Offizier der russischen Armee und habe eine geheime militär-wissenschaftliche Spezialisierung und unterschreibe eine Geheimhaltungs-Vereinbahrung“ – sagte Lewaschow bei der Gerichtsverhandlung am 28. September, als über seine Auslieferung in die USA entschieden wurde.

Dazu passt die vermutlich vom FSB vorbereitete Geschichte über das aufkommen der Hacker-Gruppe „Lurk“ von Konstantin Koslowskij. Irgendwann hatte die Person, welche sich mit der Veruntreuung von Geldern russischer Banken befasst war, während einer Verhandlungen Moskauer Gerichts zugegeben, das sie vom FSB Major Dokutschaew angeworben wurde, welcher ihr befahl das Postfach von Clinton und den Server des Nationalen Komitees der Demokratischen Partei der USA zu hacken.

Augenblicklich wies Dokutschajew selbst diese unbeabsichtigten Anschuldigungen zurück.

Mann kann sich auch an verschiedene Artikel in den russischen Zeitungen „The Bell“, „Rosbalt“, „Medusa“ oder „Doschd“ erinnern, wo von Zeit zu Zeit für Michailow und seine Gefährten vernichtendes Material veröffentlicht wurde, in denen behauptete wurde, das sie Vertreter des FSB wären und das Vaterland an die USA verraten hätten.

Eine erfolglose Konstruktion

Über die Idee des FSB, die Gruppe „Humpty-Dumpty“ für die Einmischung (auf Befehl des GRU) in den amerikanischen Wahlkampf verantwortlich zu machen, erzählte einer der Beteiligten – der Hacker Glazastikov. Er ist einer der wenigen, die sich der Verhaftung entziehen und das Land verlassen konnten (er hält sich zur Zeit in Estland auf). So wie es aussieht, ist es ihm schon gelungen über die wahren Aktivitäten der Gruppe zu berichten, nicht über die fiktiven Annahmen aus der Lubjanka.

Alexander Nekrasov, ein Aktivist aus Izhevsk mit dem Pseudenym „Schljapnik“, der mit den Vorgängen ebenfalls vertraut ist, befindet sich heute auch in Litauen. Er ist ebenso in Lage, über die Pläne des russischen FSB zu berichten.

Ungeachtet der Bemühungen der Führung aus der Ljubjanka die Geschichte angemessen auszuschlachten ist letztendlich nichts passiert. Es rutscht alles zusammen, wie eine Sandburg.

Neben den oben erwähnten Personen muss man unbedingt auch an jede Hacker denken, welche von den USA verhaftet wurden, die gegen die russischen Geheimdienste ausgesagt haben.

Aber das wichtigste ist die Arbeit der holländischen Geheimdienste, welche sich bei Russland für den Abschuss des malaysischen Flugzeuges erkenntlich zeigen wollen, bei dem ja bekanntlich viele Bürger der Niederlande ums Leben gekommen sind.

Am 26. Januar berichteten der niederländischen Journalisten des „Nieuwsuur“ in der Sendung „News Hours“ sowie Korrespondenten der Zeitung „de Volkskrant“, das Vertreter des holländischen Nachrichtendienstes AVID und der holländischen Aufklärung MIVD schon vor langem eine gemeinsame Cyber-Gruppe gegründet haben.

In der Mitteilung heißt es, das niederländische Agenten schon im Sommer 2014 in das Computer-Netzwerk eines Universitätsgebäudes am Roten Platz in Moskau eingedrungen wären, in dem sich der Stab der Hacker-Gruppe „Cozy Bear“ befand, und man jeden Schritt der Verbrecher beobachten konnte.

Alle Informationen wurde an amerikanische Behörden – die CIA und der NSA übergeben. In Folge dessen konnte amerikanische Geheimdienste im November 2017 die erwartete Attacke von „Cozy Bear“ auf die Server des Statedepartments der USA verhindern, welche ihren holländischen Kollegen nochmals dankten.

Achtung, es geht um die Gruppe „Cozy Bear“, um Strukturen, die dem FSB zugeordnet werden. Und diese Akteure kennen die die Holländer und Amerikaner schon persönlich.

Und genau aus diesem Grunde ist der Lubjanka nicht wie geplant gelungen, ins Weiße Haus einzudringen und dort Informationen über den Verrat der Gruppe „Humpty-Dumpty“ und die Verantwortlichen im GRU zu platzieren.

Die Mitarbeiter des FSB haben aber immer noch diese Illusion. Sie haben sogar den wichtigsten Hacker der Gruppe Anikeev („Ljuska“) aus dem Gefängnis entlassen. Das heißt, wir werden zusammen einen weitere lächerliche Anerkennung erleben, bei der über Wehrwölfe in Uniform im Zusammenhang mit dem FSB gesprochen wird.

Außerdem müssen alle Steine, die in der Lubjanka liegen, in Richtung Schoigu und Surkow fliegen. Das bedeutet nur eins: der Krieg geht weiter, und die Listen der Mitarbeiter des GRU kursieren weiter auf verschiedenen Seiten und finden ihren Weg in die Sanktions-Listen.

All dies spricht für die verringerten russischen Möglichkeiten, für eine kleinere Brieftasche. Mit anderen Worten: Fortsetzung folgt …

Sektion „Delta“ der Gruppe „Informationeller Widerstand»“


Der Artikel ist in Russisch auf sprotyv.info erschienen in wurde von mir übersetzt.

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