Unlogische Russen – oder wenn die Propaganda versagt

Wie sie sich bestimmt erinnern, wurde der Donbas auf drei psychologische Säulen gestellt: Der Donbas steht über allem, den Schutz der russischen Welt und des orthodoxen Glaubens sowie den Schutz vor dem Zugriff durch Europa und die NATO. Olena Stepova veröffentlichte auf den Seiten von  sprotyv.info einen Artikel über den waren Wert des Donbas.

Vor dem Hintergrund der aktuellen russischen Nachrichten möchte ich die wichtigste dieser Mythen etwas genauer untersuchen: »Der Donbas ernährt die gesamte Ukraine«.

Die Größe des Donbas, als eine besondere Region, als ein Staat im Staate, als ein Koloss, der mühsam aufgebaut wurde, den man besonders schätzen muss. Ja, diese „Größe“ wurde schon zu Zeiten der Sowjetunion hochgelobt. Aber was könnte man einem sowjetischen Menschen geben, wenn nicht Stolz. Es ist wirklich eine tolle Region, der Staat gibt wirklich alles: Wohnungen gibt es nur nach langer Wartezeit oder über Bestechung, Autos nur auf Kredit und Teppiche auf Bezugsscheine. Aber es sehr mühsam, als ob es unterschiedliche Amerikas gibt. Mit der Übersteigerung „Donbas“, wie der Luhansker und Donezker Oblast auch genannt wurden, hat man die Region schon aus der Ukraine herausgehoben. Ja, der Luhansker und Donezker Oblast, das klang schon erhaben und stolz, mit seinen bedeutenden Donezker Steinkohle-Becken. Das teilte die Ukraine psychologisch in zwei Teile, seine Majestät der Donbas und den Rest des Landes. Aber völlig unabhängig davon kamen die Leute aus allen Teilen der UdSSR hierher zum Arbeiten, besonders aus den Regionen der Ukraine und arbeiteten als Gleiche unter Gleichen. Deshalb bin ich gegen die Verwendung sowjetischer Übertreibungen, sowie gegen einen besonderen Status des Donbas und der Krim. Gleichberechtigte Regionen sind in der Ukraine der einzige Weg.

Jegliche Trennung Gleicher von Gleichen, jedes beliebige Prestige gegenüber den Bevorzugten gibt ihnen das Recht gestreifte Bänder zu tragen und verlangt, das man seinen Trägern Platz macht (c). Die Größe des Donbas wurde in der scheinbar unabhängigen Ukraine genährt und kultiviert. Politiker spielen mit der Größe und der Isolation der Region, heben sie hervor und kokettieren damit – nun ihr sein Bergleute, ich unterstütze Euch, der Ausgang der Wahlen hängt von Euch ab.

Im Jahre 2007 wurden die Bergarbeiter majestätischer, als durch ein besonderes Gesetz ihre Stellung hervorgehoben wurde – das ukrainische Gesetz über das Ansehen der Arbeit im Bergwerk. So standen die Bergleute per Gesetz über den anderen Bewohnern der Ukraine. Der Arzt, der Metallurge, der Lehrer, der Ingenieur sowie alle anderen Berufe waren vor dem Gesetz gleich. Aber als Julia Timoschenko die Wählerstimmen aus dem Donbas brauchte, nutze sie ihre Position, das Ansehen der Bergarbeiter auszubauen und ihre Renten leicht zu erhöhen. Nach diesem Gesetz haben Bergarbeiter Vorteile gegenüber Lehrern, Agronomen, Ärzten oder Klempnern bei der Berechnung der Rente. Die Bergleute erhalten 80 % ihres letzten Gehaltes, alle anderen nur 40 %. Dieses Gesetz ist in der Ukraine ein grandioser Populismus. Die Kandidatin Julia Timoschenko und ihre Partei konnten im Donbas nicht die entsprechenden Stimmen sammeln. Die Belastungen für den Staatshaushalt und der Rentenkassen blieben allerdings erhalten. Kein Mensch hat das Recht „etwas besseres“ zu sein und auf andere zu spucken.

Die Bergwerke im Donbas befanden sich in privater und staatlicher Hand. Das hat aber keine Rolle gespielt. Die Bergwerke unterschieden sich nicht voneinander. In beiden Fällen wollte man die Einrichtungen nicht modernisieren. Schon weil man dafür Zuschüsse aus dem Staatshaushalt bekommen hat. Die Kohle ist nicht teuer, sondern Gold, wenn man alle zählt, die davon leben. Nur wenige wissen, dass jeder ehemalige Angestellte der Kohlenindustrie im Donbas, einschließlich jener längst geschlossener Anlagen, kostenlose Kohle für den Eigenbedarf erhielten. Wenn man eine Million Tonnen Kohle gefördert hat, haben die Rentner eine halbe Millionen Tonnen kostenlos erhalten.

Dieses Gesetz, dass Bergrecht der Ukraine, ein Gesetz zur Besserstellung einer Bevölkerungsgruppe – gibt es so nicht in Russland. Dort erhalten die Bergleute keine kostenlose Kohle und Rentner ehemaliger Schächte sammeln Brennholz in Gärten und Parks. Über die Nachteile der Kohleförderung im Donbas wird in der Ukraine wenig gesprochen, um die Bergleute nicht zu verärgern.

Jeder Politiker, der nach der Macht strebte, hofierte die Bewohner des Donbas und nährte ihre Illusionen, die Ernährer der Ukraine zu sein, von denen das Schicksal des Lands abhängt.

Und niemand von den Politikern informierte die Bewohner der Bergbau-Region über die Subventionen. Niemand sprach über nachlassende Bedeutung der Bergwerke in einer globalisierten Welt. Und niemand sagte ihnen, dass man nach alternativen Beschäftigungsmöglichkeiten und Berufen suchen, sowie alternative Nutzungsmöglichkeiten und die Rekultivierung der Schächte in Betracht ziehen muss.

Mit dem Donbas sprach man immer mit einem besser gestellten, aber nicht auf Augenhöhe. Deshalb haben die einen den Reflex entwickelt auf den Helm zu schlagen, Forderungen zu stellen, zu erschrecken und die anderen gleich zu Kaufen und eine Erweiterung zu versprechen.

Die Bewohner des Donbas haben dieses Hofieren als Angst wahrgenommen, die sie als Respekt verstanden.

Und genau dieser Faktor, dass die Ukraine Angst vor dem Donbas hat, er könne das Land nicht mehr ernähren, führt dazu, dass man alle Forderungen erfüllt. Dieser Faktor spielt eine entscheidende Rolle in den „Fragen der Abspaltung des Donbas von der Ukraine“, dem „Referendum vom Mai 2014“, dem „Russischen Frühling“ und der Erwartung der Erlösung und der Abspaltung von der Ukraine. Und in der Gewissheit, dass die Ukraine ohne den Donbas zusammenbrechen, erfrieren und wird. Und das es Putin viel Geld und Nutzen bringen wird.

Man könnte eine ganzen Artikel über die Subventionen des Donbas schreiben, sowie darüber, was die Rentner im Donbas erwartet, oder was die Menschen nach einer Angliederung an Russland nach dem Vorbild der Krim zu erwarten haben.

Heute über „die Ernährer der Ukraine, die nicht knien“ und die Fehler der Propagandisten.

Die Schmeichelei ukrainischer Politiker und die regelmäßigen Beiträge über die Größe und Bedeutung des Donbas in den Massenmedien, durch Politiker und Achmetow inspirierte die Menschen, gestreifte Bänder zu tragen. Wenn nach der Verfassung alle Bürger gleich sind, kann man das doch bestimmt beobachten. In der Praxis erweist sich das als reiner Populismus und Spiel der Politiker: „Dem einem gebe ich etwas, dem anderen aber nicht“ sowie als weitere verbale Anbetung des nächsten Kandidatin. Das alles schuf ein schiefes und verschmiertes Spiegelbild, das diese Gebiete und seine Bewohner wichtiger sind, als der Rest der Ukraine.

Populismus ist eine Katastrophe! Es geht hierbei nicht um die Menschen, sondern um den Versuch Hoffnung zu verkaufen, mit Schmeicheleien Dividenden zu erzielen, alles unter Verletzung der Gleichheit der Bürger.

Das alles wurde noch angereichert von Soziologen der Russischen Föderation, welche die Straßenkarte der Ukraine und dem Dach der Russischen Föderation berechneten. Die Krim – ein eigenes Parlament, separates Stimmrecht und die „Stadt russischen Ruhmes“. Der Donbas ernährt schon die ganze Ukraine und eine Abspaltung wir das hungrige Land in die Knie zwingen. Genau das nutzen die Propagandisten für die Abspaltung der Territorien. Sie haben es sicherlich schon gehört. Es ist eine Tatsache, dass dies die Leute in diesen Gebieten hörten, kopierten und zum Handeln angespornt wurden. Propaganda ist nur das, was Menschen der kritischen Mehrheit ohne Ablehnung akzeptieren. Die Propaganda ist ein Spiegel der Gesellschaft, der kritischen Masse von Menschen.

In der Russischen Föderation und im Kreml war man davon überzeugt, dass die Ukraine die Bewohner des Donbas fürchtet und jede Forderung erfüllen wird. Man glaubte, dass der Donbas die gesamte Ukraine versorgt und eine Herauslösung der Krim und des Donbas zu einem wirtschaftlichen Kollaps führen wird und die Russische Föderation auf diesem Wege die Ukraine zerstören könne.

Deshalb hörte man aus Russland auch immer nur, das der Donbas die Ukraine ernährt und das man dem Donbas folgen wird, wenn er weg ist.

Russen, welche die grenznahen Gebiete der Ukraine besuchten, genauer die Donezker und Luhansker Oblaste, machte es zum Mekka des industrie-, Ernährungs- und Medizin-Tourismus für Bürger der Russischen Föderation. Ich habe schon einen sehr interessanten Artikel über die Gründungsväter des „Russischen Frühlings“ geschrieben. Auf Seite der Stadtverwaltung von Sverdlowsk (DNR), welche heute von Kollaborateuren der Besatzer geführt wird, wird mit bedauern festgestellt, das die Wirtschaft der Stadt ihre Einnahmequellen durch den Wegfall des Industrie-, Nahrungs- und Medizin-Tourismus der Bürger aus der Russischen Föderation und verloren hat. Sie besuchten die Stadt und kauften Nahrungsmittel und andere Erzeugnisse, nutzen das Angebot der Zahnärzte, Augenärzte, Kardiologen und Physiotherapeuten. Die Qualität medizinischer Präparate, das Niveau der Untersuchungen und die Qualität der Lebensmittel waren in der Ukraine höher als in der Russischen Föderation. Das wird auch von jenen bestätigt, die 2014 in „Russland sterben“ wollten und heute mit Sorge sagen, das sie sich geirrt hätte und getäuscht wurden. Russland ist nicht das Paradies, welches man im Fernsehen sieht, sondern Diebstahl, Sowok, Medikamente aus Kreise, ekelhafte Lebensmittel und schlechte Waren und eine unprofessionelle medizinische Versorgung.

Der Donbas hatte nicht genügend Zeit. Reformen und die Loslösung vom Sowok hatte hier bereits begonnen. Die Menschen hatten begonnen an sich zu glauben und ihre Rechte zu verteidigen. Beim Verbraucherschutz scheint das so zu sein. Aber mit der Loslösung von der Ukraine sprechen die Menschen davon, dass selbst diese einfachen Rechte verschwunden sind.

Die Reformen des Gerichts, der Polizei, der Staatsanwaltschaft, der Medizin und Bildung verdrängten den Sowok, Bestechung und Defizit aus diesen Bereichen des Lebens. Anstelle von „entscheiden wir später“ kam dieses Gesetz. Ich habe gesehen, wie sich alles in der Stadt verändert hat. Mich hat es erfreut. Wissen Sie, es ist schwierig, in einer Stadt zu wohnen, wo die „Verwaltung von Sverdlowsk“, die „Kiewer Verwaltung“, „wir entscheiden nichts“, „wenn der Bürgermeister beleibt, wird er vielleicht weniger stehlen“, der „Vogel ist nicht an der Macht“ oder das „Volk sollte seinen Platz kennen“ den Alltag dominieren. In der Stadtverwaltung wurde das Problem der Bonuszahlungen für die Abgeordneten mit 300 % gelöst. Der Bürgermeister kümmert sich direkt um die Polizei, den Kontrollpunkt, Verhöre – bei völliger Unkenntnis der Mitarbeiter der Verfassungsorgane, der Gesetze der Selbstverwaltung, diktierte ihre Pflichten und Rechte. Im Allgemeinen habe ich alle Stadien des Stadtlebens durchlaufen also bis zu ihrem Tod 2014. Ich weiß, sie hatten einfach nicht genug Zeit, um zur Ukraine zu werden, um die „Macht von Sverdlowsk“ und den Sowok los zu werden.

Aber in Russland hatte man diese Veränderungen nicht gesehen. Die regionalen Vertreter und die Kommunisten versprachen dem Donbas zu dienen, erzogen als „Geben“-, „Gib“-, „Meine“- und „Ich“-Mensch, als Maden im Wirtschaftssystem der Ukraine. Deshalb glaubten ihnen die Russen auch, als sie sagten: „Der Donbas ernährt all, die Ukraine ist ein Klotz am Bein.

Nach der Besetzung der Oblaste Donezk und Luhansk war sich die Führung der Russischen Föderation sicher, das sich weitere Teile der Ukraine der Bewegung anschließen würden. So wie die Eigenständigkeit und Unabhängigkeit der Krim.

Ich denke auch, dass man sich einen Gewinn erhofft hatte. Wir erinnern uns, dass der Donbas als „Gib“-Region erzogen wurde, hing nun am russischen Hals. Und alle von Efremov gemästeten Komitees greifen nun in die Taschen des russischen Haushalts. Der Krieg im Donbas hat die Russische Föderation ein hübsches Sümmchen gekostet, 4 Milliarden Dollar im Jahr. Genau so, wie die „Versorger“. Oder will Russland nicht vom Donbas versorgt werden, wie die Ukraine?

Was ist los? Warum saugt die „profitable“ Region von gestern, wenn man den russischen Medien glaubt, heute der Russischen Föderation das Blut aus den Adern? Nicht die Führung der besetzten Gebiete? Wohin sind die Versorger verschwunden? Wie konnte es dazu kommen, dass sich der frühere Slogan »Der Donbas ernährt die ganze Ukraine« sich in die Aussage »Russland ernährt den Donbas« veränderte?

Das ist irgendwie nicht logisch. Das ist völlig unlogische russische Logik. Aber glauben Sie mir, nach dem Lesen des Artikels werden die russischen Russen nicht verstehen, was vor sich geht. Daher macht Donbas mit ihnen, was es will. Putin hat auch schon erkannt, dass er eine absolut willenlose und nicht selber denkende Bevölkerung in den Händen hatte, die bereit war auch einfachste Befehle reflexartig auszuführen.

Stellen Sie Russen diese Fragen. Nun, sie fluchen und schimpfen in ihrer unhöflichsten Art, aber letztendlich können sie nichts dazu sagen. Russland ernährt den Donbas! Das ist ein Fakt! Es ist auch eine Tatsache, dass die Russischen Föderation Länder wie Abchasien, Osetien, Transnistrien unterstützt, sowie dem tschetschenischen Khan Kadyrow viel Geld zukommen lässt, damit er es im Land investiert, sowie für den Krieg. Russland unterstützt nicht seine sterbenden Regionen, sondern andere Länder wie Venezuela, Nicaragua, Kuba, Frankreich oder Syrien.

Übrigens wächst der Appetit des „Volkes von Donbas“ nur noch, und den russischen sozialen Netzwerken nach zu urteilen, haben die Donbas „Dai“ und „Russland ist verpflichtet“ bereits die Russen schockiert, die nicht bereit waren, all diese „Größe“ aus ihrer Tasche zu bezahlen.

Sehen Sie: Die besetzten Gebiete erhalten aus der Russischen Föderation die gesamte finanzielle Unterstützung, von den Löhnen bis zu den Renten. Und noch einmal die Frage: Wo sind die Ernährer der Ukraine geblieben?

Die Gebiete haben nicht einmal ihr eigenes Geld. Das offizielle Zahlungsmittel ist der russische Rubel. Sie haben keine eigene Staatsbank. Das heißt, sie drucke nicht ihr eigenes Geld. es wird als humanitäre Hilfe in weißen LKW der Marke „KAMAS“ gebracht.

Diese Gelder fließen nicht in die russischen Regionen, sie gehen nicht an die russischen Rentner, Ärzte, Lehrer, Kranke und schon gar nicht an Waisenhäuser, sondern sie dienen der Unterstützung der „Völker des Donbas“.

In der Russischen Föderation hat man das Rentenalter angehoben. Als in der Ukraine das Rentenalter angehoben wurde, hatte man sofort die Rückzahlung der IWF-Kredite gefordert. Die Russen selber haben nie gefordert, dass man Kredite des IWF aufnimmt. Das Rentenalter wird jedes Jahr angehoben. In den besetzten Gebieten hat niemand das Rentenalter angehoben! Hört zu, Russen! In den besetzten Gebieten haben die Versorger der Ukraine und Russlands das Rentenalter nicht angehoben, im Unterschied zu Euch! Des weiteren erhalten die Bewohner des Donbas ihre Renten in Rubel. Zum Beispiel erhalten die Bergarbeiter ihre Renten nach ukrainischem Gesetz, was er nicht aufgeben möchte, sowie das ukrainische Rentengesetz, anstelle des besseren Scherzes von 30000 Rubel), ein normaler russischer Rentner kann nicht mit einer solchen Rente rechnen, nur als Armee-Angehöriger oder FSBler.

Die Bewohner der Gebiete beziehen zwei Renten. Zunächst erhalten sie als Bürger der Ukraine ihre ukrainische Rente und als „Bürger der Gebiete“ erhalten sie eine zweite Rente in Rubel. Die Gelder selber schickt Russland. Während des Krieges ist die Anzahl der Rentner in den Gebieten angestiegen, genau so wie das Gesetz über das Prestige und Vergünstigungen auf die Renten. In Russland selber ist die Anzahl der Rentner niedriger, weil die Altersgrenze und die Sterblichkeit höher sind. Das Einzige, was in Russland steigt, ist die Anzahl der Rentenbezieher durch Verlust des Versorgers. Das sind vor allem Familien von Militärangehörigen, die im Donbas oder in Syrien gestorben sind.

In den besetzten Gebieten werden Wettbewerbe durchgeführt, bei denen ausgelobte Preisgelder verteilt werden. Zum Beispiel war der erste bis dritte Platz des Fotowettbewerbes »Der beste Autofahrer« mit 75000 Rubel dotiert. Der ersten Preise des Fotowettbewerbs »Ich liebe die DNR« begannen bei einer halben Millionen Rubel. Über diese Wettbewerbe kann man sich auf den Seiten von „Mir Luganshschina“ informieren. Sie werden im Rahmen des Programms zur „Wiedervereinigung der Völker des Donbas“ durchgeführt. Drei Mal im Monat, also fast jede Woche, werden Preise zwischen 200 und 500000 Rubel verteilt. Russland kann sich das alles nicht leisten. Warum? Haben Fotografen, Dichter, Künstler und andere talentierte Menschen der Russischen Föderation keinen Anspruch auf diese Preise?

In die Gebiete werden Hilfslieferungen geschickt. Es ist völlig klar, dass in den Gebieten mehr gestohlen als verkauft oder verteilt wird. Die „Staatsanwaltschaft der LNR“ hat viel mit Fällen von Diebstahl von Medikamenten in Krankenhäusern zu tun. Das bedeutet letztendlich, das die Bevölkerung des Donbas ausreichend kostenlose Medikamente hat, im Gegensatz zu Bürgern der Russischen Föderation.

Die besetzten Gebiete erhalten kostenlos Gas und Strom aus Russland. Die Bürger Russlands erhalten von ihrem Staat nichts kostenlos. Ein Rätsel! Die Russen verstehen das nicht und können es nicht entwirren. Russen sind in der Regel völlig unkritisch und nicht logisch denkende Menschen. Das macht sie so völlig hilflos gegenüber Kadyrow und den „Völkern des Donbas“. Ich wäre nicht überrascht, wenn der Krieg mit dem Zusammenbruch der Russischen Föderation endet. Oder wenn Russland durch die „Völker des Donbas“ erobert würde. Die Russen leben in ihrer Propaganda-Welt und sehen daher nicht die Realität. Sie sind so sehr leicht zu manipulieren. Sie sahen nicht das großartige Leben, das die Bewohner des Donbas genossen. Sie waren schnell von der russischen „Sumpfwelt“ enttäuscht. Die Russen leben in der Kolchaks Zeiten und finden dies großartig.

Die in Russland von der Bevölkerung eingesammelten Gelder für Strom und Gas werden nicht zurückgegeben, sie lassen sich in den Gebieten nieder. Die Besatzer bezahlen jedoch regelmäßig für das von der Ukraine gelieferte Wasser, unter Aufsicht der OSZE.

Die Bevölkerung der Gebiete zahlt Kommunalabgaben für den von Russland kostenlos gelieferten Strom. Die Summe ist jedoch geringer als in Russland und in der Ukraine. Es verständlich, dass die Tarife niedriger sind, als in der Ukraine. So können die Propagandisten schreien „Bei uns in den Republiken ist es billiger“. Aber warum sind die Tarife für die Bürger Russlands höher, als für das »Volk des Donbas« und wer trägt die Differenz? Aber warum liebt Putin den Donbas? Und warum drückt Russland der Bevölkerung diese Tarife auf? Eine seltsame Situation.

Dabei stellt sich die banale und weltliche Frage: Wo ist der Anteil der Ernährer der Ukraine? Warum wandelte sich der Donbas vom Ernährer der Ukraine zu einem gierigen saugenden russischen Geldanhängsel? Und das ist nur der kleiner Teil Donbas, der Russland jährlich 4 Milliarden Dollar kostet. Es geht nicht um den ganzen Donbas, sondern nur um die besetzten Teile des Luhansker und Donezker Oblaste. Und die Ernährer haben großen Hunger!

Schauen Sie auf die Karte. Die Gebiete sind kleiner als Ossetien, Abchasien oder Tschetschenien und fordern drei mal mehr finanzielle Unterstützung. Herrlich!

Den Russen wird diese Seite des Krieges nicht gezeigt. Es ist ihnen wahrscheinlich peinlich.
Wie jetzt, man hat die Ernährer der ganzen Ukraine vereinnahmt und Russland macht keinen Gewinn, selbst versorgen können sich diese Gebiete nicht selber. Und natürlich ist die Ukraine daran Schuld. Man unterbindet den Handel und weigert sich die gewöhnten Zuschüsse und Stipendien zu gewähren. Die Ukraine gibt den Ernährern nicht? Was ist hier schief gegangen? Die logische Propaganda ist schon wieder unlogisch! Sie haben die Ukraine versorgt, und nun schickt die Ukraine keine Zuschüsse und die Gebiete können sich nicht mehr selber versorgen! Sie haben die Ukraine ernährt, wurden zu den Republiken und nun versorgt sie Russland! Gerade wegen der Seifenblasen, die an die Oberfläche gekommen sind und nach russischer „Logik“ riechen, rutscht die Frage der Finanzierung der Republiken und den Ernährern aus dem Donbas, die nie zu Ernährern der Russischen Föderation wurden, leise aus dem Fokus der Massenmedien.

Das ist unverzeihlich! Ja, es ist ein tolles Thema. Man kann sich den Haushalt jeder Stadt im Luhansker und Donezker Oblast anschauen und die Ausgaben für Bergwerke, Medizin, Bildung während der ukrainischen Zeit und seit der Besetzung durch Russland untersuchen. Die Löhne sollte man noch vergleichen. Die Verbindlichkeiten der Unternehmer, das heißt, jener Anteil des Haushaltes, der durch die örtlichen Unternehmer erwirtschaftet wird. Nun, sehen sie liebe Russen, Putin wird ihnen den Ur-Ernährer zeigen und uns mit der Wasserpfeife sagen, wie wir leben werden. Und die Wasserpfeife hat ebenso gezeigt, dass die Bergarbeiter zwischen 10 und 50000 Hriwen verdienten, woraus 5 bis 10000 Rubel wurden. Sie lieben die Befreier.

Dieses Thema endet für die für die Propagandisten auf dem Glatteis. Vor dem Hintergrund der gestrigen Losungen „der Donbas ernährte die Ukraine, Russland ernährte die Ukraine, die Ukraine wird erfrieren, und weitere Dinge“ ist es für die Propagandisten eine bittere Wahrheit, das es Russland ist, das den Donbas füttert und weiter füttern wird. Der Donbas kann ohne Zuschüsse nicht existieren. Die Ukraine hat sich schnell von Russland distanziert, von einer geheimen Union, von Sowok und Armut in der Wirtschaftsentwicklung und Reformen. Von russischem Gas und Beziehungen mit der Russischen Föderation distanziert sich bereits Europa.

Auch die Propagandisten sind mit dem „unsichtbaren Glück“ im Ghetto von „Entwicklung und Wohlstand“ gestolpert und erzählen aufgeregt vom „glücklichen Leben in den Republiken“. Die „kleine Schweiz der Kohle“, die den Propagandisten gezeigt wurde, ein Paradies auf Erden, wo alles für alle kostenlos ist. Heute können wir ganz genau beobachten, wie „der Donbas die ganze Ukraine versorgte“ und wie er sich selber versorgen kann. Russland füttert die besetzten Gebiete. Die ganze „Blüte“ in den Gebieten ist schmutziger Schnee von Gestern.

Diese Gebiete sind nur Satelliten Russlands, die das finanzielle Blut der Russischen Föderation aufsaugen, wie alle anderen von Russland „befreiten“ Territorien.

Die glücklichen und blühenden Ländereien brachten das „Volk des Donbas“ dazu, in anderen Ländern nach Arbeit zu suchen. Sie fuhren zum Beispiel nach Polen, Deutschland, in die Ukraine, nach Abchasien und Südossetien. Heute arbeiten die „Versorger der Ukraine“ als Tagelöhner. Seit 2014 haben diese Regionen 65 % der arbeitsfähigen Bevölkerung verloren, die Budget erarbeitet haben. Dafür stiegt die Zahl der Rentner und Leistungsempfängern. Noch ein weiteres Jahr verwandelte die Gebiete in „Republiken“ potenzieller Bedürftigkeit. Schon vor dem Krieg war die Situation kritisch. Die Anzahl der arbeitenden Menschen war schon damals geringer, als die nicht arbeiteten. Hinzu kommen noch die verstümmelten Widerstandskämpfer oder die Familien gefallener Widerständler. Das ist eine Belastung für den Haushalt der Russischen Föderation.

Wer Arbeit findet, geht. Auch diejenigen, die einst für die „Republiken“ gestimmt und gekämpft haben. Die „Errungenschaften“ der Republiken riechen übel und tragen nicht zur Verbesserung des Lebens bei. Die Menschen wollen das Land verlassen, wenn nicht für immer, dann zumindest als Gastarbeiter in dem sie ihre Familien und Kinder in den „Republiken“ zurücklassen.

Diese Gebiete waren in den Jahren 2014-2016 ein wichtiger Lieferant billiger Arbeitskräfte für Russland. Da die Registrierung bei Arbeitsaufnahme von Bewohnern der besetzen Gebiete des Donbas in Russland mit dem Ukrainischen Pass erfolgte, konnte die Propagandisten wieder verkünden, dass die Anzahl der ukrainischen Gastarbeiter angestiegen ist. Ungefähr 85 % der ukrainischen Gastarbeiter in Russland sind Bewohner der durch Russland besetzten Gebiete des Donezker und Luhansker Oblast. Es schwer zu übersehen, wie diese Zahlen das Kartenhaus der Propaganda einstürzen lassen.

Seit 2017 geht die Anzahl der Gastarbeiter aus den besetzten Gebieten in Russland zurück. In den sozialen Netzwerken der „Republiken“ finden sich zahlreiche Beiträge über die Enttäuschung und Ernüchterung der „Ernährer der ganzen Welt“. Für das Recht in Russland arbeiten zu dürfen werden sie dort „fürstlich“ entlohnt. Mit der Visafreiheit machten auch die Bewohner der besetzten Gebiete von ihrem Recht gebrauch, in der friedlichen Ukraine und den Ländern der EU zu arbeiten. Diese Bewohner der Gebiete, die gestern noch verächtlich über die Europäer gesprochen haben und die Arbeitsmigration mehr verachtet haben als die pragmatischen Ukrainer, stürmen heute die Rekrutierungsbüros europäischer Firmen. Nach Russland fahren nur noch jene zum Arbeiten, die nicht ausreisen können, die eine schlechte Ausbildung haben, Asoziale, Alkoholiker und andere Subjekte, nicht nicht im Einklang mit der zeitgenössischen kulturellen Welt stehen. Und die Bewohner in ihrer drei-farbigen Glückseligkeit und ihrem »Ich kam, sah und siegte« können nirgend wo anders existieren, als in Russland, Osetien und Abchasien.
Sie verstehen die banalen Regeln der Kommunikations- und Dienstleistungskultur, der Arbeitsnormen und der Wohnkultur nicht. Dort, wo die Liebhaber der russischen Welt sind, gibt es Trunkenheit, Diebstahl, Mord und Skandale.

Vor dem Hintergrund der bekannten Fakten, der finanziellen Abhängigkeit der besetzten Gebiete, der Erniedrigung der gestrigen »Ernährer«, dem Abfluss von Arbeitskräften, die ganzen propagandistischen Ausschüttungen werden zu Luftblasen in den russischen Medien.

Und die Science-Fiction-Autoren von gestern, die über den Wohlstand der „Republiken“ berichten, treten heute zusammen mit anderen „Liedern“ auf. Als Beispiel biete ich Ihnen die heutige Margarita Simonyan an, die sich ein wenig von gestern unterscheidet.

Jene Margarita Simonyan lobte gestern noch die aufblühenden „Republiken“ in höchsten Tönen. Jene Margarita Simonyan, die heute etwas zurückhaltender ist, spricht von der Armut im „befreiten“ Donbas und bittet um etwas Geld, damit man für die Bürger der Gebiete Kohle kaufen kann. Genau das ist die unlogische Propaganda der Russen.

Zitat: „Freunde! Wir machen eine neue Mini-Kollektion, Kosten 170 Tausend Rubel. Zum Krieg haben die Menschen im Donbas verschiedene Einstellungen. Meine Einstellung ist eine einfache: Ich bin für die friedlichen Menschen und halte die Leiden für inakzeptabel. Hilfe gibt es, aber es ist natürlich zu wenig. Wichtig ist die gezielte Hilfe, die nicht alle erhalten. Mit Nikita Tomilinym haben ich beschlossen, den armen Bewohnern der Region Donezk zu helfen, sich auf den Winter vorzubereiten. Nikita stelle die notwendigen Dinge der Bewohner zusammen. Wir haben eine Schätzung. Die Hilfe ist zielgerichtet.
Veteranen, Rentner und Familien mit vielen Kindern. Sie bitten um Lebensmittel. Verstehen sie, sie bitten um Essen.
„Zucker, Reis, Buchweizen“. Und die einfachsten Medikamente. Sie bitten darum, dass man ihnen Kohle und Brennholz schickt. Um Shampoo wird gebeten. Wer ein zerstörtes Haus hat, bitte sogar um Handtücher. Nikita weiß es schon lange. Ein anständiger anständiger Kerl. Ich habe von ihm drei Berichte mit Fotos und Schecks, und wir zeigen Ihnen alles. Wollen wir den Bewohnern des Donbas eine schöne Bescherung zum neuen Jahr machen, in dem wir unter ihren Baum Handtücher, Buchweizen und Reis legen? Nikita weiß es schon lange. Ein anständiger anständiger Kerl. Ich habe von ihm drei Berichte mit Fotos und Schecks, und wir zeigen Ihnen alles. Wollen wir den Bewohnern des Donbas eine schöne Bescherung zum neuen Jahr machen, in dem wir unter ihren Baum Handtücher, Buchweizen und Reis legen? Die Bankverbindung lautet 5559 4928 1393 … (Alpha) Nikita Sergeyevich Tomilin ”.

Die Bankverbindung ist falsch, um keine Werbung zu machen.

Vor dem Hintergrund der auferstandenen Margarita Simonyan, fasse ich also die gestrige Margarita und ihre Propagandakollegen und ihre Propaganda-Opisoire zusammen:

„In den besetzten Gebieten gibt es Stabilität und Wohlstand. Nie haben die Völker des Donbas so gut gelebt, wie in den Republiken. In der Ukraine lebte der Donbas schlecht, in Armut, und träumte von seiner Befreiung. Aber der Donbas hat schon immer die ganze Ukraine und die ganze Welt ernährt. Im Donbas schwimmen sie in Kohle. Sie glaubten, wenn sie der ganzen Welt die Kohle verkaufen, schwimmen sie in Dollar. Russland schickt jeden Monat, manchmal auch zwei mal im Monat, hunderte Tonnen humanitäre Hilfe, welche dort an die bedürftigen verteilt werden. In den Gebieten leben alle besser, als in der Ukraine. Russland liefert Geld, Lebensmittel, Medizin, Licht und Gas in die Gebiete. All das wird dem Menschen kostenlos überlassen. Alle Russen und alle Ukraine träumen davon, so wie in den besetzten Gebieten zu leben, und wollen die Befreiung und Republiken. Wenn alle Oblaste der Ukraine Republiken gründen, dann wird Russland sie kostenlos mit Geld, Lebensmitteln, Licht und Gas versorgen“.

Erinnern wir uns an einen Artikel aus der russischen „Komsomolskaja Pravda“, der von russischen Journalisten veröffentlicht wurde. Zitat: „Licht aus Luhansk, so wie ihre jüngere Schwester, so wie bei ihrer Mutter, die in der Nähe ist. Ja, und praktisch alle anderen Sammler stammen aus der DNR und LNR.
– Wissen Sie, welches Gehalt wir dort bekommen? Fünf Tausend Rubel im Monat sind doch sehr gut, wenn nur noch die Preise wie bei Euch wären. Und wie lebt man? – die Mutter von Svetina setzte fort, – und hier können sie viel verdienen, wenn sie nicht faul sind. – Aber die Mandarinen-Saison ist nur wenige Monate lang. Gehen sie dann nach Hause?
– Ja, dann gibt es zu Hause genug zu tun. Im Sommer arbeiten wir im Hotel oder als Kellnerinnen. Aber da verdienen sie nicht fünf Tausend im Monat, wie wir in Luhansk, sondern eher tausend am Tag, und das Meer, es ist warm und man schießt nicht“. https://www.donetsk.kp.ru/daily/26915/3962045/

Die anderen Nüsse von Simonjansh habe ich in folgenden Materialien zusammengetragen. Und die Texte sind sehr lang geworden. Oh, und lustig diese Tricolorado-Tiere, also Lüge, so dass sogar Tricolorado-Bewohner von Donbass sie hassen, aber…. Es ist eine Lüge, eine gute Impfung von Donbas aus dem ganzen Russland.

Wir werden das Moskauer-Alphabet der Lügen, dass die Aufgabe der Kämpfer der unsichtbaren Informationsfront der Ukraine ist, sorgfältig und wörtlich auseinandernehmen.

Olena Stepova für „Informationeller Widerstand

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